Diskussionsforum zum Thema Digitale Medien und Social Media mit Tanja Bauer, SP-Grossrätin

Tanja Bauer

Geboren: 12.06.1983

Mutter von drei Kindern

Wohnort: Wabern, Gemeinde Köniz

Partei: SP

Beruf: Politologin / Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Grossrätin seit Juni 2018

Mitglied der Sicherheitskommission des Kantons Bern

Mitglied der regionalen und kantonalen Geschäftsleitung der SP

Parlamentsmitglied der Gemeinde Köniz

 

www.tanja-bauer.ch

Facebook:      https://www.facebook.com/profile.php?id=100011390266065

Instagram:      https://www.instagram.com/tanjabauerbern/

Twitter:            https://twitter.com/TanjaBauer19

Fragen und Antworten zum Thema Digitale Medien und Social Media

  1. Heutzutage sind die digitalen Medien allgegenwärtig und die sozialen Medien ermöglichen eine neue Art der Vernetzung. Worin sehen Sie den Nutzen, worin die Gefahren für die Politik und die Gesellschaft?

Der digitale Umbruch ist eine Chance für eine sozialere, gerechtere und demokratischere Welt. Er kann dazu beitragen, dass Menschen besseren Zugang zu Bildung und Informationen haben und dadurch mehr Chancen im Leben. Er kann auch dazu beitragen, dass die Bevölkerung mehr mitbestimmen, teilhaben und selbst initiieren kann.

Das ist für eine lebendige Demokratie und die Meinungsbildung der Menschen natürlich wichtig! Die sozialen Medien bieten zusätzlich die Chance, direkt mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen oder sogar zusammen zu diskutieren. Durch sie gibt es mehr Möglichkeiten, Menschen für politische Anliegen zu gewinnen, wie z.B. beim Referendum gegen die willkürliche Überwachung von Versicherten. Sie sind daher eine wertvolle Ergänzung zu den klassischen Medien, zu Internetseiten oder den Offline-Aktivitäten der Parteien. Das ist ein Gewinn für die Demokratie.

Es muss aber auch die Rechtslage daraufhin optimiert werden, dass das Gemeinwohl gestärkt wird und nicht nur der Profit der Konzerne wie Facebook, Google und Amazon im Zentrum steht. Verfassungsmässige Grundfreiheiten müssen gegen implizite Regeln und Einflüsse – z.B. durch Algorithmen und versteckte Werbung – verteidigt werden. Wichtig für eine funktionierende Demokratie sind z.B. der Datenschutz und ein gleichberechtigter Zugang zu den digitalen und sozialen Medien. Hate-Speech, Belästigungen und Stalking müssen konsequent geahndet werden.

Zudem müssen die Konzerne anständig Steuern bezahlen. Sie profitieren von der staatlichen Infrastruktur, der Bildung, des Gesundheitssystems, der sozialen Sicherungssysteme und vielem mehr. Und viele modernste Innovationen im Digitalbereich bauen auf technologischen Fundamenten auf, die durch staatliche Förderung und öffentliche Gelder entstanden sind. Es ist also falsch und unverdient, wenn die Risiken und Kosten ausschliesslich von der Gesellschaft getragen werden und die Gewinne von Grosskonzernen unversteuert versickern. Heute bezahlen diese Unternehmen tatsächlich sehr wenig bis gar keine Steuern in der Schweiz.

Damit die Digitalisierung nicht nur ein technischer Fortschritt ist, sondern eine echte soziale Entwicklung bringt, reicht es nicht, einfach bestehende Prozesse (wie zum Beispiel Wahlen und Abstimmungen) zu digitalisieren. Wir müssen dafür viel kreativer denken!

 

  1. Wie ist Ihr persönlicher Umgang mit den digitalen und sozialen Medien? Was ist Ihrer Meinung nach ein richtiger Umgang?

Ich bin der Meinung, dass der richtige Umgang insbesondere im gegenseitigen Respekt liegt. Respekt im Ton, Respekt in der Art des Austauschs, aber auch Respekt vor der Privatsphäre der anderen. Alles Dinge, die auch in der Offline-Welt gelten. Bei der Menge an Informationen ist es zudem wichtig herauszufinden, ob es sich um Fake News oder Fakten handelt und ob die Quelle vertrauenswürdig ist. Auch das war schon eine Herausforderung, bevor es digitale und soziale Medien gab!

Ich selbst nutze die sozialen Medien sehr gerne und lerne ständig Neues. Als Politikerin bin ich auf Facebook, Instagram und Twitter zu finden. Und ich habe eine eigene Internetseite und einen Blog. Mir ist es wichtig, Menschen mit den Inhalten zu erreichen, für die ich mich einsetze. Ich möchte mit den Menschen diskutieren und ihre Meinung hören. Und ich möchte auch zeigen, wie das ist in der Politik, um was es aktuell geht und den Menschen einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

Meine Accounts sind für die Öffentlichkeit gedacht und ich nehme grundsätzlich alle Anfragen an, sofern es nicht Fake-Accounts sind oder sie illustre Botschaften verbreiten. Ich behalte mir aber auch das Recht vor, Profile zu sperren, die sich unangebracht verhalten und andere bedrohen oder belästigen. Das kommt bis jetzt sehr selten vor.

Digitale und soziale Medien sind sehr kreativ. Vieles ist möglich und könnte noch ausprobiert werden. Ich möchte noch so viel mehr machen, und komme oft an meine zeitlichen Grenzen. Manchmal ist es schwer, im Alltag abzuschalten und nicht darüber nachzudenken, was jetzt noch alles zu tun wäre. Gerade bei meinem Blog wäre ich gerne aktiver!

Darum finde ich es wichtig, sich von Zeit zu Zeit hinzusetzen und zu überlegen, was wirklich interessant ist und Priorität für meine Friends und Followers hat und welche Botschaften ich aussenden möchte. Ich möchte zum Beispiel, dass junge Menschen und Frauen sich aktiv in der Politik engagieren und Lust bekommen, sich einzumischen. Und dass die Menschen allgemein daran glauben, dass sie etwas bewirken können!

29 thoughts on “Diskussionsforum „Digitale Medien und Social Media“ mit Tanja Bauer

  1. Noëlle says:

    Ich finde es toll, dass Sie sich so viel Zeit für unsere Fragen nehmen, obwohl sie teilweise ziemlich sinnlos sind (also die Fragen, nicht Ihre Antworten 🙂 ).

    • Tanja Bauer says:

      Wie nutzt du denn die Sozialen Medien? Informierst du dich zum Beispiel, was gerade los ist auf der Welt?

    • Tanja Bauer says:

      Das freut mich. Mich würde interessieren, ob du es gut findest, wenn Politikerinnen und Politiker Informationen auf den Sozialen Medien posten?

    • Tanja Bauer says:

      Danke, das freut mich! Mich würde interessieren, ob ihr viel diskutiert und Kommentare schreibt auf den Sozialen Medien? Und welche Themen sind euch wichtig?

    • Tanja Bauer says:

      Das freut mich! Mich würde interessieren, ob du auf den Sozialen Medien auch manchmal News und Zeitungen liest?

  2. Jeanne & Jana says:

    Sehr geehrte Frau Bauer
    Wir würden gerne wissen was ihr Traumberuf als Jugendliche war?

    • Tanja Bauer says:

      In der 9. Klasse wollte ich gerne Anwältin werden. Ich wollte für Gerechtigkeit kämpfen. Als Politikerin kann ich das jetzt auch, einfach anders.

      Und ihr, was ist euer Traumberuf?

    • Tanja Bauer says:

      Ich würde vorschlagen darüber nachzudenken. Warum bin ich Handysüchtig? Ist mir oft langweilig? Game ich gerne? Möchte ich wissen, was die anderen gerade tun? Und dann bewusst etwas planen, was dagegen hilft. Zum Beispiel: Mir ist langweilig. Ich mache mit Freundinnen und Freunden ab und lasse das Handy zuhause.

  3. Tanja Bauer says:

    Guten Tag zusammen! Ich freue mich, morgen zu Euch zu kommen und mit Euch zu diskutieren. Welche Fragen beschäftigen euch im Zusammenhang mit sozialen und digitalen Medien und Politik?

    • Tanja Bauer says:

      Danke! Ich freue mich sehr, mit Euch morgen etwas intensiver darüber zu diskutieren 🙂

  4. Yann skurrr says:

    Sie wissen schon, dass sie hier teilweise mit Realsschülern reden? Ich denke, sehr viele schüler verstehen diesen Text nicht, da er extrem kompliziert formuliert ist. Jedoch unterstütze ich ihre Arbeit bei der Gemeinde sehr und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg!
    Mit freundlichen Grüssen, Yann

    • Tanja Bauer says:

      Merci für den Hinweis! Das will ich natürlich nicht. Wo finden Sie es zu kompliziert formuliert? Dann arbeite ich bis morgen noch daran, damit es gut verständlich ist. Das ist schliesslich die Grundlage für jede Diskussion 🙂

    • darjoemanuel says:

      Hallo ? jeder Mensch hat den gleichen wert ob Real oder Sek dein kommentar wirkt so wie du sagen willst Real schüler sind dumm dabei sagt man man ist Lieber ein guter Real Schüler als ein schlechter Sekundarschüler.

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