Diskussionsforum zum Thema Coronavirus mit Tom Berger, FDP.Die Liberalen, Jungfreisinn

Tom Berger

Alter:              34

Wohnort:        Bern (Lorraine)

Beruf:             Projektleiter

Hobbys:         Radsport, Rugby, Wandern, YB

Partei:            FDP.Die Liberalen / Jungfreisinn

 

Stadtrat Bern

Co-Präsident Bar- und Clubkommission

 

Facebook: https://www.facebook.com/TomBergerBern

Instagram: https://www.instagram.com/tom.c.berger/?hl=de

Twitter: https://twitter.com/TomCBerger

Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus

 

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erkenntnisse für die Schweiz aus dieser Corona-Pandemie und den entsprechenden Massnahmen dagegen? Was war gut? Was muss künftig anders bzw. besser gemacht werden?

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass es Berufe gibt, welche von der Gesellschaft viel zu wenig wertgeschätzt werden. Ich denke hier allen voran an die Pflege. Nur von unserem Applaus auf den Balkonen können sie nicht leben. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass wir als Land relativ schlecht auf eine solche Pandemie vorbereitet waren. Zu Beginn fehlte dringend benötigtes Schutzmaterial, welches man als Staat eigentlich entsprechend auf Lager haben müsste. Gut fand ich aber, wie ruhig und überlegt der Bundesrat uns zwischen Ende Februar und Ende April durch diese schwierige Zeit brachte. Die erste Welle konnte relativ rasch abgeflacht werden. In dieser Zeit störte ich mich an Politikerinnen und Politikern, welche heute A und morgen B forderten.

Was ich nicht gut finde ist, wie dann das Hick-Hack zwischen dem Bund und den Kantonen losging. Zuerst riefen die Kantone um Hilfe durch den Bund. Als der Bund den Lead übernahm, störten sich die Kantone daran, dass nicht mehr sie in der Verantwortung waren. Nun führen uns aktuell die Kantone sehr chaotisch und unkoordiniert mitten in die zweite Welle, welche früher und deutlich heftiger kommt als vermutet.

Was ich nicht gut finde ist, wie schlecht wir uns auf diese zweite Welle vorbereitet haben. Ich hätte erwartet, dass man die Verschnaufpause über den Sommer nutzt, und entsprechende Szenarien erarbeitet, um im Herbst rasch reagieren zu können. Künftig müsste aus meiner Sicht deutlich klarer sein, wer in einer solchen Pandemie wofür zuständig ist.

 

Viele Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger haben im Anschluss keine Stelle gefunden. Wie kann / soll die Politik darauf reagieren?

Grundsätzlich ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, dass wir am System der «dualen Bildung» festhalten und auch weiterhin den Wert einer Berufslehre anerkennen. Im Kanton Bern gab es aber auch in diesem Jahr mehr Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Damit dies auch in den kommenden Jahren so bleibt, müssen wir Sorge tragen zu den Gewerbebetrieben in unserem Kanton. Ohne Firmen, keine Lehrstellen. Wichtig ist zudem, dass jene, welche keine direkte Anschlusslösung finden, mit entsprechenden Brückenangeboten unterstützt werden und so dennoch möglichst früh auf einer für sie passenden Stelle in den Arbeitsmarkt einsteigen können.

 

Haben Sie aufgrund der Corona-Pandemie neue Vorsätze für Ihr eigenes Leben gefasst? Wenn ja, welche (z. B. mehr Zeit mit der Familie verbringen)

Ich wusste es zwar schon vorher, habe aber in diesem Jahr umso mehr schätzen gelernt, Zeit in der Schweiz zu verbringen. Ich werde künftig voraussichtlich deutlich seltener Ferien im Ausland verbringen, als bisher. Wie wichtig es ist, viel Zeit mit seiner Familie und seinen Freunden zu verbringen, wusste ich schon vor der Pandemie. In dieser manchmal nicht immer einfachen Zeit, haben sich aber Freundschaften weiter vertieft und es war schön zu spüren, wie viele Menschen bereit sind einander zu helfen, wenn dies nötig wird.

Meine wichtigste persönliche Erkenntnis aus dieser Zeit ist aber, dass ich sehr privilegiert bin. Ich musste mit in all diesen Monaten nie wirklich Sorgen um meinen Job machen. Meinen Verwandten und Freunden geht es gesundheitlich gut. Kaum jemand ist infolge Vorerkrankungen Teil der «Risikogruppe». Ich fand schnell Wege, mich auf die neue Situation einstellen zu können, mich zu organisieren, alles unter einen Hut zu bringen. Ich habe in diesem Jahr aufgehört, mich ständig nur an dem zu orientieren, was ich aktuell nicht habe, sondern viel zu mehr zu schätzen und zu geniessen, was ich habe. Ich hoffe sehr, dass es mir auch künftig gelingen wird, mich weniger an dem zu orientieren, was vermeintlich fehlt, als vielmehr das zu schätzen, was ich habe.

72 Idee über “Diskussionsforum „Coronavirus“ mit Tom Berger

  1. Avatar
    Mäni Jupa-zollikofen.ch 11 sagt:

    Guten Tag Herr Berger
    Ich finde das man die Coronamassnahmen weiter durchführen sollte bis der Corona vorbei ist oder es weniger
    Fälle hat.
    Mit freundlichen grüssen Gianluca

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich sehe es genau gleich wie Du. Es ist wichtig, dass wir uns auch weiterhin an die Massnahmen halten und Verantwortung übernehmen. Leider ist es noch viel zu früh, um Entwarnung geben zu können.

  2. Avatar
    Altin 13 sagt:

    Guten tag Herr Berger
    Ich hätte eine Frage und zwar warum wird der Sport verboten aber die Schulen bleiben offen im Fussball zumbeispiel sind mann 22 Spieler und in der Schule ist mann über 300 Leute ich würde mich für eine Antwort freuen

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Ich denke es geht darum, dass ihr in der Schule immer die gleichen Personen seid, welche sich treffen. Wenn ihr euch zum Sporttraining trefft, kommen neue Personengruppen zusammen und es würden sich bspw. Leute aus unterschiedlichen Schulhäusern vermischen. Wenn eine dieser Personen positiv wäre, könnte das Virus so aus dem Sporttraining am nächsten Tag in mehrere Schulhäuser gelangen und sich so schneller verbreiten.

  3. Avatar
    WasBruder?WasSolichSagenBruder?10 sagt:

    Lieber Herr Berger Mann Könnte ja aus einer geslossenen Bar Ein Corona Test zentrum machen?

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Das ist eine sehr gute Idee, die wir in Bern abgeklärt haben. Die meisten Bars / Clubs sind aber zu klein, um als Testzentrum zu funktionieren. Es gibt aber ein Testzentrum im ehemaligen Kino „Gotthard“ im Zentrum von Bern.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Es geht in der aktuellen Situation nicht darum, ob ich persönlich „zufrieden“ bin oder nicht. Gewisse Bereiche unseres Lebens sind bereits in einem zweiten Lockdown. Clubs / Discos, Bars, Konzertlokale, Kultur…. „Zufrieden“ kann ich damit nicht sein, aber ich habe grosses Verständnis für diese Massnahmen, auch wenn sie für die Direktbetroffenen sehr hart sind.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Ich denke nicht, dass es hier um eine fixe Anzahl an Fällen geht. Aus meiner Sicht werden die Schulen nur geschlossen, wenn sich abzeichnen sollte, dass viele Ansteckungen in Schulen passieren. Aber es ist in der aktuellen Situation generell sehr schwierig bis unmöglich, Prognosen zu machen.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Es ist in der aktuellen Situation sehr schwierig, solche Prognosen zu machen. Aktuell gehe ich persönlich aber nicht davon aus, dass die Schulen wieder geschlossen werden.

  4. Avatar
    nico12 sagt:

    Guten Tag Herr Berger, was sagen sie zu einem baldigen Lookdown? Und wann denken sie, werden wir Corona besiegen?

  5. Avatar
    2020jupa193 sagt:

    Guten Tag Herr Berger
    Ab wie vielen Coronafällen in der Klasse/Schulhaus sollte man die Klasse in Quarantäne schicken.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Ich denke nicht, dass es hier um eine fixe Anzahl an Fällen geht. Aus meiner Sicht werden die Schulen nur geschlossen, wenn sich abzeichnen sollte, dass viele Ansteckungen in Schulen passieren. Aber es ist in der aktuellen Situation generell sehr schwierig bis unmöglich, Prognosen zu machen.

  6. Avatar
    8-jupaz sagt:

    Guten Tag Herr Berger
    ich habe eine frage über den Lockdown und zwar wieso wurde alles im märz geschlossen wenn es weniger angesteckte hatte als jetzt und jetzt das es schlimmer ist nicht?

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Im März wussten wir alle noch viele weniger über das Virus als heute und man ergriff lieber eine Massnahme zu viel als eine zu wenig. Nun versucht man im Herbst den sehr schmalen Grat zu treffen zwischen der Abflachung der zweiten Welle (der Gesundheit) und wichtigen anderen Bereichen des Lebens.

  7. Avatar
    1 taa sagt:

    liebe Herr Berger
    wir müssen die ganze zeit einer maske tragen ,wisseen sie wie veil stunde das maske taragen
    tragen sie 8-9 stunden eine maske …

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Ja, ich habe auch schon einen ganzen Tag eine Maske getragen. Es ist am Anfang eher unangenehm, aber man gewöhnt sich daran. Denkt daran – für Menschen, welche im Gesundheitsbereich arbeiten, ist das tragen einer solchen Maske Alltag und indem ihr eure Maske (korrekt) tragt schützt ihr nicht nur euch, sondern vor allem auch eure Kolleginnen und Kollegen.

  8. Avatar
    Luana10 sagt:

    Lieber Herr Berger
    Warum gab es beim ersten Lokdown keine Maskenpflicht?

    Freundliche Grüsse

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Liebe Luana
      Das ist eine schwierige Frage. Es spielte sicher ein Rolle, dass wir im Frühling noch zu wenige Masken hatten und die vorhandenen Masken wurden dringend in den Spitälern und Altersheimen benötigt. Zudem könnte eine Maske auch falsche Sicherheit geben. Es ist sehr wichtig, dass wir sie tragen und uns an die Regeln halten. Aber auch die anderen Regeln wie Hände waschen, Abstand halten und die Anzahl Kontakte zu anderen Personen reduzieren, müssen eingehalten werden, damit wir uns und unsere Freunde bestmöglich schützen können.

  9. Avatar
    Tisch 9 sagt:

    Sehr geehrter Herr Berger

    Würdet Ihr einen zweiten Lock-Down sinnvoll finden ?

    Mit freundlichen Grüssen
    Tisch Nummer 9

  10. Avatar
    13fofoejofej sagt:

    Guten Tag Herr Berger

    Wieso gab es im März bei 600-800 Ansteckungen pro Tag direkt einen Lockdown jetzt, wo es 7000-1500 Ansteckungen pro Tag sind und sowieso alles nichts bringt gibt es keinen Lockdown?

  11. Avatar
    12 Kirito sagt:

    Sehr geehrter Herr Berger.
    Wie finden sie meine Idee zum Schutz der Gesellschaft:
    Wir haben immer 3 Wochen schule mit Maskenpflicht, und anschliessend 1 Woche Lockdown mit Homeschooling.
    Aber wie man es auf die Erwachsenen zieht, habe ich leider keine Idee. Vielen Dank für das Lesen des Kommentars.
    Freundliche Grüsse.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Darauf habe ich keinen Einfluss. Ich gehe aber aktuell eher nicht davon aus, dass die Schulen nochmals geschlossen werden, zumindest nicht so, wie es im Frühling 2020 gemacht wurde.

  12. Avatar
    9 Gründe sagt:

    Lieber Herr Berger.
    Ist es nicht besser wenn ein Schüler positiv von Corona getestet wurde, sollte die ganze Klasse 10 Tage in der Quarantäne sein? Warum ist das nicht so?
    Freue mich eine Antwort zu hören.

  13. Avatar
    Muffel 16 sagt:

    Guten Morgen Herr Berger

    Ich hätte eine ganz einfach und Simple frage an sie. Wollen sie lieber einen zweiten Lockdown, oder überall Maskenpflicht? Ich hätte lieber den Lockdown als die Maskenpflicht.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Das ist alles andere als eine simple Frage. Ich finde es wichtig, dass wir alles daran setzen, einen zweiten (kompletten) Lockdown verhindern zu können. Das Tragen einer Maske finde ich zumutbar, wenn so die Fahllzahlen gesenkt und ein zweite Lockdown verhindert werden kann.

  14. Avatar
    idkkkkkkkkk0303 sagt:

    Sehr geehrter Herr Berger
    Wieso ist es so, dass es jetzt bei der 2. Welle die Schulen offen sind, obwohl es jetzt sogar schlimmer ist als im Frühling?Fasst täglich muss ich leider mitbekommen muss das jemand in der Umgebung (im Schulhaus) in die Quarantäne muss oder sich sogar mit dem Virus infiziert hat.

    Mit freundlichen Grüssen 🙂

  15. Avatar
    Engu1619 sagt:

    Einen wunderschönen guten Morgen Herr Berger
    Ich will auf keinen Fall wieder Online-Unterricht haben, weil ich damals kaum unterscheiden konnte zwischen Schule und Privatleben. Es war ein riesen Stress. Glauben Sie, dass wir demnächst wieder online unterrichtet werden?
    Freundliche Grüsse!

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Dieses Gefühl kenne ich. Ich musste mehr als eine Woche von zuhause aus arbeiten und da war es auch für mich sehr schwierig, Beruf und Privatleben klar abzugrenzen und am Abend mit der Arbeit aufzuhören. Ich kann Dir nichts versprechen, aber ich gehe eher nicht davon aus, dass die Schulen nochmals geschlossen werden. Aber in der aktuellen Situation ist es wirklich sehr schwierig bis unmöglich solche Vorhersagen zu machen. Lass uns gemeinsam hoffen, dass Du weiterhin zur Schule und ich weiterhin ins Büro gehen kann.

  16. Avatar
    lg20 sagt:

    Guten Tag Herr Berger
    Glauben Sie, dass eine dritte Welle kommen wird oder es langsam sinken wird? Und jetzt ist ja auch schon bald Winter, wie werden dann die Ansteckungen sein, da es im Winter insgesamt mehr Kranke gibt und die Viren sich besser ausbreiten können. Was denken Sie wie hoch die Ansteckung sein wird?
    Mit freundlichen Grüssen
    Lena

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Liebe Lena
      Es tut mir leid, aber diese Fragen kann ich Dir nicht beantworten. Niemand weiss, wie es genau weiter gehen wird. Kommt ein Impfstoff und wenn ja wie schnell und wie wirkungsvoll wird er sein? Ich persönlich stelle mich darauf ein, dass wir den ganzen Winter mit Einschränkungen wie den aktuellen werden leben müssen. Ich hoffe aber, dass es dann im Herbst 2021 nicht zu einer dritten Welle kommen wird.

  17. Avatar
    9teen sagt:

    Lieber Herr Berger
    Finden sie es hat in Bern zu lange gedauert bis eine Maskenpflicht eingeführt wurde?

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Hallo
      Bern hat lange gezögert, aber hierfür habe ich gewisses Verständnis. Eine neue Regel muss von der Bevölkerung akzeptiert werden, damit sie wirkungsvoll sein kann. Wäre die Maskenpflicht zu früh gekommen, hätte es wahrscheinlich viele gegeben, welche sich nicht daran gehalten hätten. Die Maskenpflicht kam spät, aber ich finde nicht zu spät.

  18. Avatar
    Kimi13 sagt:

    Lieber Herr Berger

    Ich hätte eine Frage, die sich zwar nicht um das Coronavirus handelt, jedoch interessiert es mich sehr.
    Welche Themen sind Ihnen politisch am wichtigsten, also beispielsweise wenn sie für irgendeine Politische Stelle kandidieren würden, wie würden Sie sich mit etwa 5 Sätzen beschreiben.

    Mit freundlichen Grüssen

    Kimi Löffel

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Lieber Kimi
      Ich kandidiere aktuell für das Berner Stadtparlament und „bewerbe“ mich somit auf eine politische Stelle. Meine Hauptanliegen sind die Gastronomie und der Sport. Ich setze mich für gute Rahmenbedingungen für Restaurants, Bars, Konzertlokale und Clubs/Discos ein und wünsche mir eine lebendige Stadt, in der es auch einmal etwas lauter sein darf. Im Bereich Sport setze ich mich dafür ein, dass die Stadt Bern zusätzliche Sportanlagen (Fussballplätze, Turnhallen, Hallenbäder) baut und die bestehenden Anlagen saniert, so dass alle Sportlerinnen und Sportler sowie die Sportvereine optimale Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten haben. Zudem setze ich mich dafür ein, dass Sportanlässe wie z.B. das Radquer-Rennen (EKZ Cross Tour) in Bern einen Platz haben und durchgeführt werden dürfen.

  19. Avatar
    8 ich bin lost sagt:

    Guten Tag Herr Berger
    Denken sie die schulen werden geschlossen?
    Liebe Grüsse Cyprian

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Lieber Cyprian
      Das ist eine schwierige Frage, die ich Dir leider nicht abschliessend beantworten kann. Ich gehe aber eher nicht davon aus, dass die Schulen nochmals geschlossen werden, wie dies im Frühling 2020 der Fall war.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Lieber 7 EUER EIDGENOSS
      Darauf habe ich leider keinen Einfluss. Egal welche Geschäfts bei einem Lockdown geschlossen werden, für die Besitzerinnen und Besitzer und auch für die Leute, welche dort arbeiten, ist dies sehr belastend und eine enorm schwierige Situation. Sollte es leider notwendig sein, Coiffeur-Salons zu schliessen, ist für mich klar, dass der Staat die Salons finanziell unterstützen muss, damit sie nach dem Lockdown wieder öffnen und weiter arbeiten können.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich finde es sehr wichtig, dass wir als Gesellschaft alles daran setzen, dass wir die zweite Welle wieder abflachen können, so dass alle Menschen im Land eine Chance haben, zu überleben. Das beginnt aber bereits bei jedem und jeder von uns, in dem wir alle unseren Teil dazu beitragen, uns an die Massnahmen halten und uns und unsere Mitmenschen nicht unnötig in Gefahr bringen. Ich würde mir wünschen, dass ein Lockdown verhindert werden kann, aber sollten die Zahlen weiter so anstecken, wird er wohl leider notwendig sein.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Bisher leider nicht. Weltweit wird intensiv geforscht. Sowohl an einem Impfstoff, als auch an Medikamenten um Personen, welche sich angesteckt haben, besser versorgen zu können. Die Medizin ist heute bereits deutlich weiter als noch vor wenigen Monaten aber ein Heilmittel gibt es leider nicht.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      In einigen Bereichen des Lebens haben wir bereits einen zweiten Lockdown. z.B. Clubs / Discos sind bereits geschlossen. Die Fallzahlen sind aktuell (viel) zu hoch. Entsprechend habe ich grosses Verständnis, dass der Staat auch solche einschneidenden Massnahmen beschliesst. Ich finde es aber genau so wichtig, dass gewisse Bereiche des Alltags weiter funktionieren können und fände es z.B. gut, wenn Juniorenteams im Sport wieder gemeinsam trainieren könnten (einfach z.B. in kleineren Gruppen).

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      In einigen Bereichen des Lebens haben wir bereits einen zweiten Lockdown. z.B. Clubs / Discos sind bereits geschlossen. Die Fallzahlen sind aktuell (viel) zu hoch. Entsprechend habe ich grosses Verständnis, dass der Staat auch solche einschneidenden Massnahmen beschliesst. Ich finde es aber genau so wichtig, dass gewisse Bereiche des Alltags weiter funktionieren können und fände es z.B. gut, wenn Juniorenteams im Sport wieder gemeinsam trainieren könnten (einfach z.B. in kleineren Gruppen).

  20. Avatar
    Manuel13 sagt:

    Lieber Herr Berger
    Was würden sie jenen empfehlen, die in der momentanen Situation keine Schnupperlehre finden konnten und so in der Berufswahl nicht vorankommen?

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Lieber Manuel13
      Das wichtigste ist, dass Du den Glauben an Dich und Dein Talent und Deine Fähigkeiten nie verlierst. Ich verstehe, dass es sehr schwierig ist, wenn man keine Schnupperlehre machen kann und vielleicht keine Lehrstelle im Traumberuf findet. Aber lass Dich deswegen nicht zu stark demotivieren. Falls Du keine Lehrstelle findest, empfehle ich Dir, dass 10. Schuljahr zu machen, z.B. an der GIBB. Und es ist möglich, dass man eine Lehrstelle macht auf einem Beruf, der vielleicht nicht DER Traumberuf ist und im späteren Verlauf des Lebens findet man dann doch den Weg zu seinem Traumberuf. Der Schweizer Arbeitsmarkt ist zum Glück sehr „durchlässig“. Das heisst, dass es verhältnismässig einfach ist, später auf einem anderen Beruf zu arbeiten, als man die Lehre gemacht hat.

  21. Avatar
    19Phillina sagt:

    Sehr geehrter Herr Berger
    Kann es sein das die Anstekungszahlen jetzt mehr steigen weil sich mehr Menschen testen gehen lassen als im Frühling?

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Liebe 19Phillina
      Ich finde es wichtig, dass heute nicht mehr nur die Anzahl positiv getesteter Personen kommuniziert wird sondern auch die Zahl, wie viele Tests gemacht wurden. Im Frühling wurde wahrscheinlich sogar zu wenig getestet und viele infizierte Personen wussten nicht, dass sie positiv sind und in Quarantäne müssten. Allgemein sind die Zahlen jetzt im Herbst aber leider deutlich höher als bei der 1. Welle im Frühling. Deshalb ist es sehr wichtig, dass es uns nun gelingt, einen weiteren Anstieg der Zahlen zu verhindern.

  22. Avatar
    Anonym1 sagt:

    Sehr geehrter Herr Berger
    Heute ist es ja viel schwieriger eine Lehrstelle zu finden weil viele Betriebe niemanden mehr nehmen wegen dem Virus. Was würden sie an unserer Stelle tun?

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Das wichtigste ist, dass Du den Glauben an Dich und Dein Talent und Deine Fähigkeiten nie verlierst. Ich verstehe, dass es sehr schwierig ist, wenn man keine Schnupperlehre machen kann und vielleicht keine Lehrstelle im Traumberuf findet. Aber lass Dich deswegen nicht zu stark demotivieren. Falls Du keine Lehrstelle findest, empfehle ich Dir, dass 10. Schuljahr zu machen, z.B. an der GIBB. Und es ist möglich, dass man eine Lehrstelle macht auf einem Beruf, der vielleicht nicht DER Traumberuf ist und im späteren Verlauf des Lebens findet man dann doch den Weg zu seinem Traumberuf. Der Schweizer Arbeitsmarkt ist zum Glück sehr „durchlässig“. Das heisst, dass es verhältnismässig einfach ist, später auf einem anderen Beruf zu arbeiten, als man die Lehre gemacht hat.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Ich habe die Wirtschaftsmittelschule Bern (WMB) besucht. Das waren 3 Jahre Schule und danach 10 Monate Praktikum in einem Büro. So habe ich die praktische Berufsmaturität erhalten. Danach habe ich an der Berner Fachhochschule Wirtschaft studiert. Ich habe mein Studium berufsbgeleitend gemacht. Also 60% im Büro gearbeitet und an 2.5 Tagen pro Woche (inkl. Samstag) studiert. Das war eine sehr intensive Zeit, aber es hat sich sehr gelohnt.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      In einigen Bereichen des Lebens haben wir bereits einen zweiten Lockdown. z.B. Clubs / Discos sind bereits geschlossen. Die Fallzahlen sind aktuell (viel) zu hoch. Entsprechend habe ich grosses Verständnis, dass der Staat auch solche einschneidenden Massnahmen beschliesst. Ich finde es aber genau so wichtig, dass gewisse Bereiche des Alltags weiter funktionieren können und fände es z.B. gut, wenn Juniorenteams im Sport wieder gemeinsam trainieren könnten (einfach z.B. in kleineren Gruppen).

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      In einigen Themen bin ich gleicher Meinung wie die SVP, aber bei den meisten Themen habe ich persönlich eine andere Meiniung. Ich finde es wichtig, dass wir in der Schweiz unterschiedliche Meinungen haben und alle zu ihrer Meinung stehen dürfen und diese frei äussern dürfen. Aber bei der SVP stört mich oftmals dir Art und Weise, wie sie ihre Meinung äussern und wie sie dabei mit Minderheiten umgehen.

  23. Avatar
    13jonnytest sagt:

    guten tag herr berger,

    könnten sie mir den wunsch erfüllen und einen lockdown 2.0 machen?

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      Liebe 13jonnytest
      Da würde mich interessieren, wieso Du Dir denn einen Lockdown 2.0 wünschst?

      • Avatar
        1234 sagt:

        Liebe Herr Berger
        Wir müssen die ganze Zeit mit einer Maske herumlaufen, wissen sie wie wir leiden und Sie, tragen sie 7-8 stunden eine Maske?

        • Avatar
          Tom Berger sagt:

          Ja, ich habe auch schon einen ganzen Tag eine Maske getragen. Es ist am Anfang eher unangenehm, aber man gewöhnt sich daran. Denkt daran – für Menschen, welche im Gesundheitsbereich arbeiten, ist das tragen einer solchen Maske Alltag und indem ihr eure Maske (korrekt) tragt schützt ihr nicht nur euch, sondern vor allem auch eure Kolleginnen und Kollegen.

    • Avatar
      Tom Berger sagt:

      In einigen Bereichen des Lebens haben wir bereits einen zweiten Lockdown. z.B. Clubs / Discos sind bereits geschlossen. Die Fallzahlen sind aktuell (viel) zu hoch. Entsprechend habe ich grosses Verständnis, dass der Staat auch solche einschneidenden Massnahmen beschliesst. Ich finde es aber genau so wichtig, dass gewisse Bereiche des Alltags weiter funktionieren können und fände es z.B. gut, wenn Juniorenteams im Sport wieder gemeinsam trainieren könnten (einfach z.B. in kleineren Gruppen).

Kommentare sind geschlossen.