Projekt 3’000 Franken 2017 – Vorschläge

Jedes Jahr bietet die Gemeinde Zollikofen ihren Jugendlichen die Gelegenheit, einen Betrag von 3’000 Franken an ein unterstützungswürdiges Projekt zu vergeben.

folgende Personen/Gruppen stehen zur Auswahl:

Sleeper

Der Sleeper ist eine Notschlafstelle für Menschen, die keinen Platz zum Schlafen finden. Sie bietet 20 Schlafplätze, verteilt auf 3 Zimmer (6 Plätze für Frauen, 14 für Männer). Das Angebot im Sleeper ist auf das Nötigste beschränkt. Menschen, die hier für kürzere oder längere Zeit eine Übernachtungsmöglichkeit finden, können duschen oder ihre Sachen deponieren. Für zwei Franken wird ihnen die Wäsche gewaschen. Eine Übernachtung kostet 5 Franken, darin inbegriffen ist ein Frühstück. Der Sleeper bietet jeder Person Unterschlupf, egal, ob sie aus der Stadt Bern stammt oder nicht. Das Altersspektrum reicht vom 20-jährigen Jugendlichen bis zur Frau im Grossmutteralter. Die meisten Menschen, die in die Notschlafstelle kommen, sind obdachlos. Die Notschlafstelle ist jede Nacht geöffnet, auch an Weihnachten. Im gleichen Gebäude wie der Sleeper befindet sich zudem die Gassenküche. Dort gibt es eine warme Mahlzeit für 5 Franken. Zum Teil nutzen Gäste des Sleepers auch das Angebot der Gassenküche.

Der Sleeper ist ein privater Verein. Er finanziert sich über Spenden und soziale Ämter, die eine Kostengutsprache für Menschen aussprechen, die die Einrichtung benützen. Die Einnahmen aus der Bar, die im gleichen Haus ist, kommen ebenfalls in die Kasse.  Ein rund zwanzigköpfiges Team kümmert sich um den Ablauf des Betriebs. Angestellt ist niemand, alle arbeiten freiwillig mit.

http://www.sleeper.ch/

UNICEF – Flüchtlingskrise in Bangladesch

Zu Tausenden strömen derzeit Angehörige der Rohingya aus Burma ins benachbarte Bangladessh. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder. Auslöser der jüngsten Flüchtlingswelle ist die eskalierende Gewalt zwischen der muslimischen Minderheit und den burmesischen Sicherheitskräften.

Die Rohingya werden im buddhistisch geprägten Burma seit vielen Jahren ausgegrenzt. Viele von ihnen leben in grosser Armut, die Staatsbürgerschaft ist ihnen verwehrt. In den letzten Jahren wurde Bangladesch zu ihrem Zufluchtsort. 32’000 der schätzungsweise bis zu einer halben Million Rohingya in Bangladesh sind heute als Flüchtlinge anerkannt.

Seit Ende August kommen täglich neue Flüchtlinge im Hinterland der Küstenstadt Cox’s Bazar an. Der Zustrom verschärft nicht nur die bestehende prekäre Situation der Rohingya in Bangladesch, sondern setzt auch die ohnehin fragilen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen von Cox’s Bazar unter Druck. Die informellen Camps im Dschungel sind überfüllt, die Infrastrukturen überlastet. Sauberes Wasser oder Toiletten fehlen. Verschärft wird die Situation durch Überschwemmungen und den anhaltenden Monsunregen.

UNICEF setzt sich in Bangladesch für die Rohingya-Kinder ein. Das Kinderhilfswerk sichert die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, richtet sanitäre Anlagen ein und gibt Hygieneartikel ab. Kinder werden auf Anzeichen von Mangelernährung untersucht, wenn nötig entsprechend behandelt, sowie gegen Krankheiten wie Masern und Röteln geimpft. Darüber hinaus richtet UNICEF kinderfreundliche Zonen ein und stellt sicher, dass die Kinder zur Schule gehen können.

https://www.unicef.ch/de

Rotkreuzhilfe für die Opfer der Syrienkrise

Seit dem Ausbruch des Konfliktes im März 2011 hat sich die humanitäre Lage in Syrien dramatisch verschlechtert. Der bewaffnete Konflikt hat nicht nur fast fünf Millionen Menschen in die Flucht ins Ausland getrieben. Er forderte bereits über 270’000 Tote, viele davon Zivilisten, sowie über eine Million Verletzte und hat die einst gute Gesundheitsversorgung des Landes fast zum Erliegen gebracht. Ärzte, Krankenschwestern und Pflegepersonal starben, wurden vertrieben oder sind ins Ausland geflüchtet. Rund 60 Prozent der Spitäler und Gesundheitszentren sind zerstört, es fehlt an medizinischem Material.

Der Syrisch Arabische Rote Halbmond unterstützt trotz schwieriger Bedingungen die auf Hilfe angewiesene Bevölkerung im ganzen Land. Dank ihres landesweiten Netzes von Mitarbeitenden und Freiwilligen kann er bis heute die Menschen auch in abgelegenen Gebieten immer wieder mit Hilfsgütern und medizinscher Hilfe erreichen. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) unterstützt seit Anfang 2016 die Arbeit des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes (SARC) im Gesundheitsbereich im Südwesten des kriegsgeplagten Landes

https://www.redcross.ch/de

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